10 Tipps die Sie vor Ihrem ersten FKK-Erlebnis lesen sollten 
 
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 10 Tipps um FKK-Urlauber zu werden

1. Wo und mit wem?
Denken Sie gut nach und treffen Sie Ihre eigenen Entscheidungen. Denn bevor Sie zu Ihrer ersten Erfahrung mit dem Naturismus aufbrechen, müssen Sie mehrere Fragen beantworten: Mit wem fahren Sie? Und wohin? In welche Art von Einrichtung? Dies sind persönliche Entscheidungen, Sie sollten aber einige im Grunde selbstverständliche Punkte berücksichtigen. Wenn Sie sich mit Nacktheit nicht richtig wohl fühlen, aber trotzdem einen Versuch starten wollen, sollten Sie lieber einen Strand oder ein Schwimmbad für Naturisten aufsuchen als gleich einen ganzen Aufenthalt zu buchen. So vermeiden Sie, mehrere Tage an einem Ort festzusitzen, an dem Sie sich fehl am Platz fühlen. Bedenken Sie auch, dass es einfacher ist, vor seinem Partner oder seiner Partnerin als vor einer ganzen Gruppe von Freunden (selbst wenn diese ebenfalls Debütanten sind) die Hüllen fallen zu lassen. Wenn Sie schließlich bereit für einen ersten Aufenthalt unter Naturisten sind, dann sollten Sie wissen, dass der Naturismus in allen Einrichtungen mit derselben Einstellung praktiziert wird: Respekt steht an erster Stelle, und das ist schließlich das Wichtigste.

2. Mit oder ohne Kinder?
Dieser Punkt knüpft an unseren ersten an, denn wir wollen nun eine wichtige Frage aufwerfen: mit oder ohne Kinder aufbrechen? Als die glücklichen Eltern, die Sie sind, können Sie nicht umhin, zu denken: „Was werden sie von mir denken, wenn sie mich nackt sehen?“, „Werde ich meine Autorität verlieren, wenn ich nackt bin?“, „Ist es normal für ein Kind, sich in einer naturistischen Gemeinschaft zu bewegen?“. Was den letzten Punkt betrifft, können Sie ganz beruhigt sein: der Naturismus wird Ihre Kinder nicht aus ihrem seelischen Gleichgewicht bringen, ganz im Gegenteil. Wenn sie noch klein sind, wird der Kontakt mit dieser Welt ihnen erlauben, sich in einem gesunden Umfeld zu bewegen, in dem Nacktheit und die Besonderheiten des menschlichen Körpers kein Tabu darstellen und nicht ausschließlich mit Sexualität verbunden werden. Wenn sie schon älter (oder jugendlich) sind, sollten Sie mit ihnen sprechen, bevor Sie den Aufenthalt buchen. Informieren Sie sie, sprechen Sie auch schwierige Themen an, erklären Sie ihnen aber vor allem, was Sie am Naturismus reizt... Und zwar auf einfache und verständliche Weise. Das ist die beste Art, in Ihrer Rolle als Elternteil zu bleiben und gleichzeitig Ihren Standpunkt deutlich zu machen. Vergessen Sie nicht: Sie können diese Erfahrung auch allein mit Ihrem Partner machen. Nur Ihr Gewissen kann Sie dazu zwingen, Ihre Erlebnisse mit dem Naturismus mit Ihren Kindern zu teilen... oder auch nicht.

3. Die Regeln des Zusammenlebens unter Naturisten respektieren
Halten Sie sich sehr genau an die Regeln und/oder die Charta der Einrichtung oder des Orts, die bzw. den Sie aufsuchen. Einige Regeln sind selbstverständlich (Respekt der Umwelt und der Sauberkeit der Einrichtung/des Orts), andere sind eher implizit. Wenn Sie sich gegenüber anderen Nutzern tolerant zeigen sollen, gilt dies auch für Ihre Körpersprache: Achten Sie darauf, dass Ihr Blick nicht an einer Narbe, einer körperlichen Auffälligkeit oder einer anderen Besonderheit hängenbleibt, die Sie bei einem anderen Naturisten beobachten. Ziehen Sie die Charta des Naturismus zu Rate, in der alle bewährten Verfahrensweisen zusammengefasst sind, die auf den Campingplätzen unserer Vereinsmitglieder gelten, und die sich alle Freunde des Naturismus zu eigen machen sollten!

4. Hygiene und Komfort
In einer naturistischen Einrichtung hängen Hygiene und Komfort eng zusammen. Wenn Sie sich auf einer Liege am Pool ausstrecken oder im Fitnessraum ein paar Gewichte heben wollen, sollten Sie aus hygienischen Gründen, aber auch zu Ihrem eigenen Komfort, stets ein großes Handtuch dabei haben. Wenn Sie das Nacktwandern ausprobieren möchten, dürfen Sie dabei selbstverständlich Schuhe tragen. Das gilt auch, wenn Sie die Umgebung des Campingplatzes auf dem Fahrrad erkunden wollen: Brechen Sie nicht ohne eine kurze Sporthose auf. Es geht keinesfalls darum, unter dem Vorwand eines textilfreien Lebens die wichtigsten Regeln der Hygiene zu missachten oder auf jeden Komfort zu verzichten.

5. Vermeiden Sie den „unkontrollierten Naturismus“
Als Neuling im Naturismus möchten Sie sich vielleicht abseits der ausgetretenen Pfade umtun und abgelegene Winkel erkunden, die nicht ausdrücklich für den Naturismus vorgesehen sind, um so den Blicken anderer zu entkommen. Achtung: Nacktheit in der Öffentlichkeit ist in einigen Ländern gesetzlich strafbar. In Frankreich beispielsweise wird nicht zwischen Naturismus und Exhibitionismus unterschieden. In andern Ländern ist die Gesetzgebung differenzierter. Denken Sie jedoch daran, sich stets über die Gesetzeslage zu informieren, bevor Sie sich ausziehen, ganz gleich, an welchem Ort oder in welchem Land Sie sich befinden. In jedem Fall sollten Sie sich lieber einer Gruppe anschließen oder sich zumindest zu zweit bewegen, um so für den Fall, dass sie jemanden treffen sollten, jegliche Unklarheit über ihre Beweggründe zu vermeiden.

6. Akzeptieren Sie Ihren Körper
Haben Sie keine Angst, Ihren Körper zu zeigen. Wenn Sie sich schämen oder eine sichtbare körperliche Reaktion Ihrerseits befürchten (dies betrifft vor allem die Männer), sagen Sie sich einfach, dass alle Menschen, die Sie umgeben, diese Erfahrung durchleben oder durchlebt haben. Sagen Sie sich auch, dass es für die Mehrheit dieser Personen nicht die erste Erfahrung mit dem Naturismus ist. Aufgrund ihrer Werte und ihrer Erlebnisse werden sie Sie niemals verurteilen und im Falle einer manifesten, unkontrollierten körperlichen Reaktion auch nicht empört reagieren. Vergessen Sie nicht: Respekt steht an erster Stelle. Sagen Sie sich auch, dass es nicht nur nicht ratsam ist, seinen Nachbarn anzustarren, sondern dass dieser sie somit auch nicht anstarren wird. Machen Sie zunächst in aller Ruhe Ihre Erfahrung als Naturist, ohne sich um die anderen zu kümmern. Das wird Ihnen helfen, sich einzuleben und sich an Ihre Nacktheit zu gewöhnen.

7. Packen Sie Ihren Koffer wie für einen normalen Urlaubsaufenthalt
Auch wenn es dumm erscheinen mag, kann man doch nicht umhin, sich folgende Frage zu stellen: Was packt man für einen naturistischen Urlaub in seinen Koffer? Tatsächlich ist in den naturistischen Zentren oder an den Stränden Nacktheit oftmals „Pflicht“ (wobei diese Regel durchaus nuanciert wird, denn der Naturismus ist keine Sekte, bei der die Nacktheit als Eintrittskarte gilt). Wenn Sie aber an einer der von Ihrem naturistischen Campingplatz angebotenen sportlichen Aktivitäten teilnehmen möchten, benötigen Sie mit Sicherheit Sportkleidung, um zum Beispiel unangenehmes Reiben zu vermeiden. Denken Sie auch an die Witterung: für Regen, Kälte oder Wind sollten Sie Pullover, Hosen und auch eine Windjacke bereithalten! Abends schließlich zeigen sich die Campingplätze tolerant. Wenn die Temperaturen sinken, haben Sie das Recht, sich angezogen auf dem Campingplatz zu bewegen. Packen Sie also ruhig Ihre schönste (und schön warme) Abendgarderobe ein.

8. Bereiten Sie sich im Einklang mit Ihren eigenen Gefühlen vor
Sie fühlen sich im eigenen Körper nicht recht wohl und wollen eine Erfahrung mit dem Naturismus wagen, um sich mit Ihrem Körper zu versöhnen? Bravo, das entspricht genau der naturistischen Geisteshaltung! Fernab von leeren Konventionen und Vorurteilen werden Sie sich wohl fühlen. Achten Sie aber darauf, beste Ausgangsbedingungen für eine gelungene erste Erfahrung mit dem Naturismus sicherzustellen: Ganzkörperenthaarung oder nicht, Sie entscheiden selbst. Folgen Sie Ihrem Gefühl und zwingen Sie sich zu nichts. Niemand wird die Haarmenge auf Ihrem Körper beurteilen. Wie schon gesagt: dies entspricht nicht der Geisteshaltung der Naturisten. Auch die monatliche Periode der Frauen ist kein Hindernis für eine Erfahrung mit dem Naturismus. In diesem Fall toleriert der Campingplatz das Tragen eines Kleidungsstücks. Sie können zudem Hygienetampons verwenden, um Ihr Erlebnis fortzusetzen. Denken Sie aber daran, einen Schritt nach dem anderen zu tun. Wenn Nacktheit in der Öffentlichkeit bereits eine große Herausforderung für Sie darstellt, sollten Sie zusätzliche Unannehmlichkeiten durch die Regelblutung vermeiden: Wählen Sie das Datum Ihres Aufenthalt dementsprechend aus.

9. Hüten Sie sich vor der Sonne
In vielen Fällen wird man Ihnen den Naturismus als die Lösung für eine ideale und vor allem lückenlose Körperbräune anpreisen. Aber Vorsicht! Sie sollten wissen, dass bei Ihnen als „Textilträger“ (im Gegensatz zum Naturisten) einige Körperbereiche noch nie (oder selten) der Sonne ausgesetzt waren. Diese Bereiche sind besonders empfindlich. Wenn Sie sie nicht schützen, kann es an diesen Stellen zu starken Sonnenbränden kommen. Geizen Sie also in den ersten Tagen nicht mit der Sonnencreme. Pobacken, Brust, Schambereich: diese Körperzonen sollten Sie genauso wenig vernachlässigen wie den Rest Ihres Körpers! Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor sorgt insbesondere bei von Natur aus heller Haut für optimalen Schutz. Wenn Sie Ihren Ausflug (oder Ihren naturistischen Aufenthalt) lange im Voraus planen, dann machen Sie doch eine Vitaminkur, um Ihre Haut besser auf das Sonnenlicht vorzubereiten.

10. Schlüpfen Sie nach und nach in die Haut eines Naturisten
Wenn Ihnen aufgrund Ihrer nahenden ersten Erfahrung mit dem Naturismus (an einem Strand oder in einem naturistischen Zentrum) der kalte Schweiß ausbricht, dann sollten Sie sich zunächst entspannen. Beginnen Sie damit, sich zu Hause zu entkleiden, im Badezimmer natürlich, aber auch in den übrigen Räumen Ihres Heims. Wandern Sie umher, schauen Sie fern, putzen Sie, kochen Sie... vollkommen nackt! Sie werden sich schnell mit der Idee anfreunden, ganz „normal“ zu leben und dabei nackt zu sein. Wenn Sie sich einmal an dieses Gefühl gewöhnt haben, erscheint der Gedanke, sich in der Öffentlichkeit nackt zu bewegen, nicht mehr vollkommen unrealistisch.

Wenn Sie weitere Informationen wünschen, lesen Sie den Artikel unseres Partners „Nu et Heureux“: „Le naturisme, pour qui ? Pourquoi ?“ (Der Naturismus: für wen? Warum?).

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